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Chronik

Hinter der Grieb, gelegen in einem der malerischsten Gässchen Alt-Regensburgs, liegt die Gaststätte Gravenreuther. Als erste Besitzer dieser mächtigen Patrizierburg darf wohl das Geschlecht derer in der Grub angenommen werden. Schon 1156 wird ein Ulrich de Gruba genannt, 1327 taucht ein Johannes von der Grub in der Urkunde auf. Mit dem Jahre 1381 tritt die Familie Konrad Gravenreuther als Eigentümer in die Chronik ein. Der Klassizismus hat die jahrhunderte alten Mauern des Hauses mit einem feinen Fassadendekor überzogen. Büstenreliefs in Blattgehängen und Blumengirlanden verleihen der Hausfront ein geradezu festliches Gepräge.
Grafenreuther Rückansicht
 
 
Die Gaststätte Gravenreuther ist aber auch Museum für längst verstorbene Regensburger Originale. Komische Menschen, über die man sich wundert oder die man belacht, hat es zu allen Zeiten gegeben. Besonders aber war das beschauliche 19. Jahrhundert reich an solchen eigenwilligen Gestalten. In unserem Haus kann man die Originale als geschnitzte Konsolfiguren unter allen Tragbalken der Decke finden!
 
Schmalzler Franzl "Schmalzler Franzl",
eine bekannte Wirtshauserscheinung seiner Zeit. Zu seinem Namen verhalf ihm Schnupftabak, den er in ungeheurer Menge konsumierte.
Krebshaut "Krebshaut",
hieß einst der Mesner von St. Emmeram. Sein Gesicht war nämlich krebsrot, seine Nase zwetschgenblau, zwei Farben, die man bei Menschen antrifft, denen Alkohol in beachtlichen Mengen zum Lebensbedürfnis geworden ist.
Mozartl "Mozartl",
nannte man in den 80er Jahren einen Musikanten, der mit seiner Harfe von Wirtshaus zu Wirtshaus zog. Sein ganzes Können bestand in einer einzigen Melodie, die er mit seinem Instrument, einem mit Seiten bespannten Holzrahmen.
Wusti, Wusti "Wusti, Wusti",
ein Regensburger Wurstverkäufer. Den Damen war Wusti, Wusti besonders zugetan. Er grüßte jede mit tiefer Verneigung!